10th Berlin Biennale for Contemporary Art 9.6.–9.9.2018

15.05.2008 | Spiegelsaal in Clärchens Ballhaus, Auguststraße 24, 10117 Berlin-Mitte

A Night of Psicomagia

Donnerstag, 15. Mai 2008 / 20 Uhr

Spiegelsaal in Clärchens Ballhaus, Auguststraße 24, 10117 Berlin-Mitte, U6 Oranienburger Tor, S1/S2/S25 Oranienburger Straße, S5/S7/S9 Hackescher Markt

 

Ein Meister, ein Lehrling, eine Initiation und ein paar »glänzende metallische unsichtbare Helfer«. Ich habe einmal etwas über eine Künstlerin gelesen, die von den scheinbar paradoxen Wünschen zerrissen war, Kunst und Geld zu machen: »Geld ist männlich. Geld ist phallisch«, sagte Alejandro Jodorowsky zu ihr. »Du musst deine eigene Art von Geld finden … Das gute Geld ist Kreativität.« Der chilenische Filmemacher und Tarotkartenleger Jodorowsky empfahl der Frau, sich »sieben Goldstücke« in die Vagina zu stecken, während sie malte. Ich hoffe, am 15. Mai 2008 muss ich niemandem meine Vagina zeigen. Ich heiße Danai Anesiadou. Vor dem Abend meiner Performance werde ich nach mehreren gescheiterten Versuchen schließlich den großen Meister Alejandro Jodorowsky getroffen haben. Während einer seiner wöchentlichen Tarotsitzungen, bei denen einige wenige Personen mit einer Frage zu ihm kommen können, werde ich ihm folgende Frage stellen: »WAS IST MIT MIR UND DER KUNST?« Er wird mir eine Aufgabe stellen, und dies wird der Samen eines psychomagischen Rituals sein, das ich selbst durchführe, zusammen mit Ihnen, dem Publikum, und entweder dem Geist oder (wenn er meine Einladung nach Berlin annimmt) der Person von Alejandro Jodorowsky. Danai Anesiadou, geboren 1973 in Deutschland, lebt und arbeitet in Brüssel (BE).

 

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9. Berlin Biennale