10th Berlin Biennale for Contemporary Art 9.6.–9.9.2018

12.06.2008 | Schinkel Pavillon, Oberwallstraße 1, 10117 Berlin-Mitte

Eröffnung Schinkel Pavillon: Zofia Stryjeńska

Donnerstag, 12. Juni 2008 / 19 – 22 Uhr

Schinkel Pavillon, Oberwallstraße 1, 10117 Berlin-Mitte, U6 Französische Straße, U2 Hausvogteiplatz

 

Das Schaffen der Künstlerin Zofia Stryjeñska wurde von polnischer Volkskunst und polnischen Ritualen beeinflusst. Ihr originelles und vielseitiges Werk, das in den 1920er bis 1940er Jahren entstand, umfasst eine Fülle verschiedener Genres und Medien, darunter Malerei, Bühnenbild, Spielzeug, Buchillustration, die Inneneinrichtung transatlantischer Kreuzfahrtschiffe und Ballettkostüme. Im Kommunismus wurden ihre Arbeiten – ohne Einwilligung der Künstlerin – als populäre Motive zur Dekoration von massenproduzierten Waren staatseigener Industrien und Manufakturen benutzt. Derart in die Vergessenheit gezwungen und ohne die Anerkennung, die sie vor dem Krieg in ihrer Heimat genoss, verließ die Künstlerin Polen und lebte in Frankreich und in der Schweiz, wo sie 1976 starb. Paulina Olowska kuratiert eine Ausstellung mit einer Sammlung von Dokumenten über Stryjeñska und einer Auswahl von massenproduzierten Objekten, die sich ihrer Bildwelt bedienen. Das Projekt ist eine Hommage an die Künstlerin und zeigt, wie ihre reiche Produktivität in das polnische Alltagsleben übergegangen ist. Olowskas neue Gemäldegruppe nach Werken von Zofia Stryjeñska ist im Rahmen der 5. Berlin Biennale in der Neuen Nationalgalerie zu sehen. Zofia Stryjeńska wurde 1891 in Krakow (PL) geboren und starb 1976 in Genf (CH). Paulina Olowska, geboren 1976 in Danzig (PL), lebt und arbeitet in Warschau (PL) und Berlin (DE).

 

 

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9. Berlin Biennale