10th Berlin Biennale for Contemporary Art 9.6.–9.9.2018

06.06.2008 | Babylon: Mitte, Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin-Mitte

Marguerite Duras und eine Trilogie

Freitag, 6. Juni / 21 Uhr

Babylon: Mitte, Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin-Mitte, U2 Rosa-Luxemburg-Platz

 

Manon de Boer zeigt das sonderbare filmische Meisterwerk Le Camion von Marguerite Duras. In dem Film sehen wir Gérard Depardieu am Tisch mit der Autorin des Films, Marguerite Duras. Er hört zu. Sie erzählt die Geschichte einer Frau. Duras’ Augen bewegen sich hin und her zwischen Depardieu und den Rändern ihrer Einbildung. Ihre Stimme trägt den Zuschauer gleichsam aus dem Raum hinaus. Le Camion (1977) eröffnet einen Filmabend mit einer Trilogie von 35-mm-Kurzfilmen von Manon de Boer, die die Trennlinie zwischen Bild und Ton auslotet, der sich auch Duras in ihren Filmen verschrieben hat. • Attica (2008): Der Film basiert auf der Komposition Attica (1972) von Frederic Rzewski. Das Gefühl von Zirkularität und endloser Wiederholung wird gespiegelt in der musikalischen Struktur und der Phrase »Attica liegt vor mir«. • Presto, Perfect Sound (2007): Der Violinist George van Dam spielt das Presto aus Béla Bartóks Sonate für Violine Sz 117 (Version mit Mikrointervallen). Die Klangschnitte werden durch Schnitte im Bild sichtbar gemacht. • Two Times 4’33” (2008): Eine doppelte Aufführung von John Cages 4’33” (1952) wird zur Meditation über die Erfahrung von Klang, Stille und Kino. Manon de Boer, geboren 1966 in Kodaikanal (IN), lebt und arbeitet in Brüssel (BE). Ihre neue Filminstallation ist im Rahmen der 5. Berlin Biennale in den KW Institute for Contemporary Art zu sehen.

 

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9. Berlin Biennale