10th Berlin Biennale for Contemporary Art 9.6.–9.9.2018

01.06.2008 | Babylon: Mitte, Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin-Mitte

The Texas Chainsaw Massacre

Sonntag, 1. Juni 2008 / 20 Uhr

Babylon: Mitte, Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin-Mitte, U2 Rosa-Luxemburg-Platz

 

Die Gewalt in Tobe Hoopers Film The Texas Chainsaw Massacre (1974) hat auf beiden Seiten der bourgeoisen Trennung von Staat und Öffentlichkeit, der Politik rationalisierter öffentlicher Institutionen und einer amorphen öffentlichen Sphäre, politische Resonanz hervorgerufen. In seiner Lesart der Folgerungen aus The Texas Chainsaw Massacre diskutiert James McFarland das filmimmanente Thema der landwirtschaftlichen Maschinerie, die in Anlehnung an Brecht zur terroristischen Waffe umfunktioniert wird. Dies paraphrasiert wiederum die kinematische Umfunktionierung des Films zu einem Akt der Aggression. Der übergeordnete soziale Kontext des Films zeichnet die Erfahrungen der überwachten aufständischen Bevölkerung nach, was die potenzielle aktuelle Relevanz des Films nur noch verstärkt. Um diese Resonanzen zu begreifen, müssen wir den historischen Kontext betrachten, in dem der Film entstand, einen Kontext, der heute wieder zwingend aktuell ist. Denn The Texas Chainsaw Massacre ist ein Film der Kriegszeiten. James McFarland ist Assistenz-Professor für German Studies und Dekan der International Studies am Connecticut College.

 

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9. Berlin Biennale