10th Berlin Biennale for Contemporary Art 9.6.–9.9.2018

NEW WORLD SUMMIT

VON JONAS STAAL

Der New World Summit ist ein alternatives Parlament politischer und rechtlicher Repräsentanten von Organisationen, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf internationalen Terrorlisten aufgeführt sind. Die intransparenten Verfahren, nach denen diese Listen erstellt werden, werden von zahlreichen politischen Parteien, Menschenrechtsorganisationen, Juristen und Philosophen als Bedrohung demokratischer Politik angesehen. Wird eine Organisation als „terroristische Vereinigung” eingestuft, spielen häufig politische Voreingenommenheit, diplomatische Beziehungen oder auch wirtschaftliche und militärische Interessen eine nicht zu unterschätzende Rolle.

 

Das Parlament des New World Summit bildet eine demokratische Ergänzung der bestehenden politischen Ordnung. Die Veranstaltung hinterfragt die auf Ausschluss beruhenden Politiken, die einmal gelisteten Gruppen jegliche Form legitimer politischer Mitwirkung verweigern. Der New World Summit möchte eine neue Art des öffentlichen politischen Raums schaffen, in dem mit Repräsentanten der Organisationen die Beschränkungen des demokratischen Systems diskutiert werden können. Die teilnehmenden Referenten sind ihrerseits keiner Verfolgung ausgesetzt, sondern verstehen sich als Vermittler fundamentaler demokratischer Prinzipien. Die Veranstaltung selbst basiert auf einer Idee von fundamentaler Demokratie, die nach dem Ideal einer offenen, egalitären Gesellschaft strebt.

 

von Jonas Staal

 

Der New World Summit ist ein Projekt des in Rotterdam lebenden Künstlers Jonas Staal in Zusammenarbeit mit Younes Bouadi (Produzent), Robert Kluijver (Kurator), Paul Kuipers (Architekt), Vincent W. J. van Gerven Oei (Redakteur) und Sjoerd Oudman / dem NWS Design Collective (Design).

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.newworldsummit.eu.

 

Die vollständige Teilnehmerliste des "New World Summit" können Sie hier herunterladen. Fotos: Lidia Rossner

„Kunst in Verteidigung der Demokratie” von Jonas Staal

.Die Kämpfe der Kunst im 20. Jahrhundert waren vom Streben nach Freiheit geprägt. Um nicht länger einer religiösen, politischen oder ökonomischen Agenda dienen zu müssen, bekämpfte die Kunst die Kirche, den Staat und das wohlhabende Bürgertum. [...]Mehr >

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